Deutschlandvergleich: Zahnarztkosten im Saarland

Kleines Bundesland mit hohen Kosten

Die Bewohner müssen dort bei den Zahnarztkosten im Deutschlandvergleich besonders tief in die Tasche greifen. Das Wichtigste im Überblick:

  • Im kleinsten Bundesland fallen die höchsten Kosten an.
  • Saarländer zahlen teilweise ein Drittel mehr.
  • Die größten Unterschiede gibt es bei Wurzelbehandlungen.

Nach den 3 Stadtstaaten ist das Saarland das kleinste deutsche Bundesland. Insgesamt rund 997.000 Menschen leben im Saarland. Mit 388 Einwohnern pro Quadratkilometer hat es nach Nordrhein-Westfalen (525 Einwohner pro Quadratkilometer) die größte Bevölkerungsdichte in Deutschland.

Das Saarland besteht aus 6 Landkreisen. Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat rund 180.000 Einwohner. Zweitgrößte Stadt mit rund 47.000 Einwohnern ist Neunkirchen, gefolgt von Homburg mit 42.000 Einwohnern.

Laut Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung (KZBV) wurden für zahnärztliche Behandlungen im Jahr 2016 deutschlandweit rund 13,8 Mrd. € ausgegeben. Doch was kostet der Besuch beim Zahnarzt den einzelnen Versicherten?

Um diese Frage zu beantworten, wurden die von ERGO Direkt Kunden eingereichten Zahnarztrechnungen gesammelt. In 3 Jahren kamen über 8 Mio. Rechnungen zusammen. Die darin enthaltenen Zahnarztkosten wurden nach Städten aufgeschlüsselt. Bei den Städterankings wurden nur die Städte berücksichtigt, für die mehr als 1.000 Rechnungen eingereicht wurden. Damit ist die Datenbasis repräsentativ.

Karte Saarland

Je nach Bundesland gibt es große Unterschiede, was die Kosten für eine Zahnarztbehandlung angeht. Das Saarland ist deutschlandweit das teuerste Bundesland. Die durchschnittliche Zahnarztrechnung der ERGO Direkt Kunden beträgt 730 €. In den günstigsten Bundesländern Berlin, Thüringen, Brandenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern hingegen liegen die durchschnittlichen Gesamtkosten für eine Zahnarztrechnung zwischen 520 und 560 €.

Diagramm Saarland

Das Saarland ist teuerstes Bundesland

Im Deutschlandvergleich müssen die Saarländer am tiefsten in die Tasche greifen, wenn es um eine Zahnarztbehandlung geht. Innerhalb des kleinen Bundeslands gibt es zudem starke Unterschiede: Laut Statistik belegt die Region Lebach den 1. Platz im Saarlandranking der Zahnarztkosten. Durchschnittlich 634 € werden für einen Zahnarztbesuch in Lebach fällig. Damit liegt die Region nur knapp über dem deutschen Mittelwert von 599 €. In Völklingen dagegen bezahlt der Patient für eine Behandlung beim Zahnarzt durchschnittlich 814 €. Das ist rund ein Drittel mehr als der Bundesdurchschnitt.

Kosten einer Zahnarztbehandlung im Saarland

Die Höhe der Zahnarztrechnung fällt je nach Art der Behandlung unterschiedlich aus. Während eine Füllung beim Zahnarzt im Saarland 84 € kostet, stehen für ein Implantat rund 2.400 € auf der Rechnung. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen Zuschüsse von 50 % der Kosten. Bei lückenloser Führung des Bonushefts übernehmen sie bis zu 60 % der Kosten. Bei sehr hohen Rechnungsbeträgen, beispielsweise für Zahnersatz, bleibt dennoch ein hoher Eigenanteil für die Patienten übrig. Vor allem Patienten mit Zahnproblemen sollten deshalb eine private Zahnzusatzversicherung abschließen. Denn damit lassen sich Zahnarztkosten sparen.

Zwischen 78 und 93 € bezahlen Patienten für eine Füllung beim Zahnarzt im Saarland. Im Vergleich dazu zahlen sie beim Zahnarzt in Thüringen für eine Zahnfüllung nur zwischen 65 € und 87 €. Besonders bei der Wurzelbehandlung erhalten Patienten im Saarland hohe Rechnungen. Spitzenreiter im gesamten Deutschland-Vergleich ist Merzig mit 261 € für eine Wurzelbehandlung. Das ist fast das 9-Fache der Kosten für eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt in Sachsen: In Plauen fallen dafür nur 30 € an.

Zahnarztkosten im Saarland: Saarbrücken, Neunkirchen, Homburg & Co.

Zu den günstigsten Zahnarztbehandlungen zählt die Prophylaxe. Für eine professionelle Zahnreinigung zahlen Patienten in Heusweiler und Umgebung ca. 56 €. In Völklingen, Lebach, Saarbrücken, Homburg und Neunkirchen zwischen 58 und 62 €. Etwas teurer ist es beim Zahnarzt in Merzig (65 €) und Saarlouis (74 €). Der Bundesdurchschnitt für Prophylaxe beträgt 67 €.

Die geringsten Kosten für eine Krone haben Patienten in Saarlouis mit 519 €, gefolgt von Lebach mit 541 €. In Saarbrücken (588 €), Völklingen (597 €) und Homburg (628 €) müssen Zahnarztpatienten für Kronen etwas tiefer in die Tasche greifen. Damit liegen alle Städte des Saarlands unter dem bundesweiten Durchschnitt für eine Krone von 645 €. Am teuersten wird es in Hamburg und München. Dort betragen die Zahnarztkosten für eine Krone über 960 €.

Eine Zahnbrücke ist in Völklingen (2.068 €), Saarbrücken (1.965 €) und Heusweiler (1.873 €) teurer als im restlichen Saarland. In Lebach, Merzig, Neunkirchen und Homburg zahlen Patienten zwischen rund 1.700 und 1.800 € für eine Brücke. Die günstigsten Rechnungen für eine Zahnarztbehandlung mit Brücke gibt es in Saarlouis mit 1.509 €. Das ist rund ein Viertel weniger als der Bundesdurchschnitt (1.887 €).

Für ein Implantat zahlten Kunden von ERGO Direkt in Deutschland durchschnittlich 2.961 €. Günstigstes Bundesland ist Thüringen mit 2.284 € für eine Implantatrechnung. Im Saarland sind Rechnungen nach der Zahnarztbehandlung mit Implantat vergleichsweise teuer: Sie liegen bei durchschnittlich 2.429 €.

Wer sich für diesen Fall absichern möchte, für den eignet sich eine private Zahnzusatzversicherung. Achten Sie vor dem Abschluss der Zahnzusatzversicherung allerdings auf die Details: Manche Versicherungen übernehmen die Kosten nicht, wenn der Zahnarzt bereits eine Behandlung empfohlen hat oder diese schon läuft.

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