Deutschlandvergleich: Zahnarztkosten in Sachsen

Vergleichsweise günstig

Die Daten der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zeigen, dass jährlich mehrere Milliarden Euro für Zahnarztbehandlungen ausgegeben werden. Im Jahr 2016 waren es laut KZBV 13,8 Mrd. €.

Dabei kommen Patienten in Sachsen beim Zahnarzt vergleichsweise günstig weg. Doch regional gibt es Preisunterschiede. Das Wichtigste im Überblick:

  • Sachsen liegt bei den Zahnarztkosten im guten Mittelfeld.
  • Regionale Preisunterschiede von über 50 % sind möglich.
  • Bei Zahnimplantaten sind Rechnungen von über 3.000 € die Regel.

In Bundesland Sachsen wohnen insgesamt über 4 Mio. Menschen. Die Landeshauptstadt Dresden mit 550.000 Einwohnern ist nur die zweitgrößte Stadt Sachsens. In Leipzig leben 571.000 Einwohner. Drittgrößte Stadt ist Chemnitz mit 246.000 Einwohnern.

Über einen Zeitraum von 3 Jahren sammelten ERGO Direkt Versicherungen über 8 Mio. Zahnarztrechnungen ihrer Kunden. Die Kosten wurden aufgeschlüsselt und ausgewertet. Ziel war es, eine repräsentative Datenbasis zu erhalten. Deshalb berücksichtigt der Vergleich nur Städte, aus denen mehr als 1.000 Rechnungen eingereicht wurden.

In Deutschland gibt es regional besonders große Unterschiede bei den Zahnarztkosten. Sachsen liegt im Bundesländervergleich der Zahnarztkosten im guten Mittelfeld. Während in Sachsen durchschnittlich 582 € für eine Zahnbehandlung anfallen, müssen Patienten im Saarland 25 % mehr zahlen. Der Mittelwert einer Zahnarztrechnung beträgt im Saarland 730 €. Zum Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 599 €.

In den Nachbarbundesländern Sachsens sieht es so aus: Bayern (608 €) und Sachsen-Anhalt (604 €) liegen über dem Bundesdurchschnitt. In Thüringen (534 €) und Brandenburg (538 €) bezahlen Patienten weniger als in Sachsen.

Karte Sachsen

Die Zahnarztrechnung in Sachsen

Die Kosten für Zahnarztbesuche sind ganz unterschiedlich. Jede Rechnung setzt sich aus verschiedenen Positionen zusammen, beispielsweise den Materialkosten und dem Zahnarzthonorar. Dieses ist in der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) festgesetzt. Je nach Schwierigkeit der Behandlung und je nach Zeitaufwand ergeben sich unterschiedliche Preise. Dazu kommen noch die externen oder internen Laborkosten.

Für Prophylaxe oder Zahnfüllungen zahlen Patienten in Deutschland meist unter 100 €. Zeitaufwendige Behandlungen dagegen sind sehr teuer. Für Zahnersatz etwa sind oft mehrere Sitzungen notwendig. Implantatrechnungen beispielsweise betragen im bundesweiten Durchschnitt 2.961 €. Etwas teurer ist ein Implantat z. B. in Plauen, Zwickau und Werdau. Dort bezahlen Patienten durchschnittlich 3.006 €.

Übersicht Zahnarztrechnungen im Bundesland Sachsen

Sachsen – eines der günstigen Bundesländer bei Zahnbehandlungen

In Sachsen gibt es regional große Unterschiede, was die Durchschnittskosten einer Zahnarztbehandlung angeht. Während in Chemnitz im Mittel nur 424 € auf der Rechnung stehen, bezahlen Zahnarztpatienten in Riesa 934 €. Damit sind Zahnbehandlungen in Riesa doppelt so teuer wie in Chemnitz. Auch in der nur 30 Kilometer entfernten Region Meißen ist eine Behandlung mit rund 791 € verhältnismäßig teuer.

Aus den eingereichten Rechnungen der ERGO Direkt Kunden ergeben sich durchschnittliche Zahnarztkosten von 599 € in Deutschland. Die Städte Chemnitz, Zwickau, Görlitz, Leipzig und Dresden liegen dabei unter dem bundesweiten Mittelwert.

Hinsichtlich Prophylaxe befinden sich alle Städte in Sachsen unter dem Bundesdurchschnitt von 67 €. Die höchsten Kosten für eine Zahnprophylaxe zahlen sächsische Patienten in Leipzig und Mülsen (66 €). Unter 60 € liegen z. B. Hohenstein-Ernstthal, Zittau, Glauchau, Freiberg, Annaberg-Buchholz und Hoyerswerda. Die geringsten Kosten für eine professionelle Zahnreinigung sind in Bautzen fällig (53 €). Im Süden Deutschlands ist es hingegen deutlich teurer: Für eine Prophylaxebehandlung zahlen Patienten beim Zahnarzt in München 85 € und in Stuttgart 81 €.

Kosten einer Zahnarztbehandlung in Dresden, Leipzig, Chemnitz & Co.

Die höchsten Kosten für eine Zahnbrücke haben in Sachsen Patienten in Zwickau (1.846 €). Doch der Wert liegt noch unter dem Bundesdurchschnitt von 1.887 €. In Markkleeberg, Hoyerswerda, Dresden und Freiberg liegen die durchschnittlichen Kosten für eine Brücke bei ca. 1.700 €. Rund 20 % weniger zahlen Patienten in Glauchau (1.400 €), Torgau (1.424 €) und Auerbach im Vogtland (1.454 €).

Der durchschnittliche Rechnungsbetrag für eine Zahnprothese liegt in Deutschland bei 799 €. In Riesa zahlen Patienten für Prothesen durchschnittlich 1.118 € – 40 % mehr als im Durchschnitt. In Heidenau, Hoyerswerda und Limbach-Oberfrohna summieren sich Rechnungen für Prothesen auf Beträge von über 900 €. Wenn es um Zahnprothesen geht, ist Glauchau mit nur 653 € die günstigste Region in Sachsen. Bei teuren Behandlungen lohnt sich also ein Preisvergleich, der über die eigene Stadt hinausgeht.

Große Unterschiede gibt es in Deutschland bei den Rechnungen für Zahnwurzelbehandlungen. In Plauen kosten sie durchschnittlich nur 30 €. In Merzig im Saarland dagegen liegt der Mittelwert der bei ERGO Direkt eingereichten Kundenrechnungen bei 261 €. Verglichen mit Plauen entspricht das dem 9-Fachen an Kosten für eine Wurzelbehandlung. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 100 €.

Tipp: Gesetzliche Krankenkassen zahlen Zuschüsse von bis zu 50 % der Gesamtkosten. Bei lückenlos geführtem Bonusheft bekommen Sie sogar 60 %. Doch auch die restlichen Kosten können Sie abdecken, also den Eigenanteil: mit einer Zahnzusatzversicherung.

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