Black Friday: Wenn das Schnäppchen defekt ist

Umtausch möglich?

Morgen ist Black Friday. Online-Shops und Geschäfte werben mit satten Rabatten. Gelten trotzdem die üblichen Regeln?

Black Friday: Wenn das Schnäppchen defekt ist

Rechtsfrage des Tages:

Morgen startet am Black Friday wieder die wilde Rabattschlacht in Geschäften und dem Online-Handel. Können Sie trotz satter Rabatte Ware umtauschen, wenn etwas kaputt ist oder nicht mehr gefällt?

Antwort:

Mit Sonderaktionen und hohen Rabatten feiern Einzelhandel und Online-Shops den Auftakt zum Weihnachtsgeschäft. Am morgigen Black Friday ist es wieder soweit. Wer schnell ist, kann echte Schnäppchen machen. Trotz der teils deutlich reduzierten Preise gelten rechtlich keine anderen Regeln als im "normalen" Alltagsgeschäft.

Im Ladengeschäft bestimmt der Inhaber die Regeln. So kann er beispielsweise den Umtausch von rabattierten Waren ausschließen. Lassen Sie sich daher trotz des Black Fridays nicht zu unüberlegten Käufen verleiten. Im Internet steht Ihnen hingegen, unabhängig von etwaigen Preisnachlässen, ein Widerrufsrecht zu. Aber auch die gesetzlichen Ausnahmen vom Widerrufsrecht gelten weiter. Ausgenommen sind beispielsweise leicht verderbliche Waren oder nach Kundenwünschen hergestellte Artikel.

Funktioniert die Küchenmaschine nicht oder die Nähte der neuen Hose lösen sich auf, schließen günstige Preise Ihr Gewährleistungsrecht nicht aus. Übrigens brauchen Sie für die Nacherfüllung keine Originalverpackung aufzuheben. Selbst die Vorlage des Kassenbons ist nicht vorgeschrieben. Allerdings müssen Sie nachweisen, dass Sie den Artikel genau in diesem Geschäft auch gekauft haben. Das kann ohne Kassenbon im Einzelfall schwierig werden.

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