Krankschreibung: Abschied vom "Gelben Schein"

Ohne Papier

Ab 2021 soll der vertraute "Gelbe Schein" als Krankmeldung ausgedient haben. Stattdessen soll alles elektronisch ablaufen.

Krankschreibung: Abschied vom "Gelben Schein"

Rechtsfrage des Tages:

Werden Sie als Arbeitnehmer krank, müssen Sie sich eine ärztliche Bescheinigung holen. Diesen "Gelben Schein" müssen Sie dann schnellstmöglich Ihrem Chef zukommen lassen. Damit könnte bald Schluss sein. Wie soll künftig die Krankschreibung erfolgen?

Antwort:

Die Bürokratie soll verschlankt werden. Bisher erhalten erkrankte Arbeitnehmer von Ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in dreifacher Ausfertigung. Eine geht an die Krankenkasse, eine ist für den Arbeitgeber bestimmt und die letzte für die eigenen Unterlagen. Der Bundestag hat nun ein Gesetz beschlossen, mit dem dieser Aufwand schon bald Geschichte sein wird.
An die Stelle der Papierform soll künftig ein elektronisches Meldeverfahren treten. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sollen ab 2021 nur noch vom Arzt elektronisch an die Krankenkasse übermittelt werden. Diese informiert den Arbeitgeber auf Abruf über den Beginn und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit. Im gleichen Zug soll sie den Arbeitgeber über das Ende der Entgeltfortzahlung informieren.
Wie bisher auch, erhält der Arbeitgeber keine Daten über die Diagnose oder gar Krankengeschichte des Patienten. Zudem soll eine Verschlüsselung Datensicherheit gewährleisten. Stimmt der Bundesrat zu, soll es bereits zum 1. Januar 2021 losgehen.

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