Schmerzensgeld für Wiesnunfälle

Sturz im Bierzelt

Beim Schunkeln im Festzelt ist schon so mancher von der Bank gerutscht. Muss der Drängler dann Schmerzensgeld zahlen?

Schmerzensgeld für Wiesnunfälle

Rechtsfrage des Tages:

 

In den Bierzelten auf dem Oktoberfest geht es derzeit hoch her. Leider kommt es dabei immer mal wieder zu Verletzungen. Haben Verletzte Anspruch auf ein Schmerzensgeld?

 

Antwort:

 

Wer einen anderen auch nur fahrlässig verletzt, muss diesem unter Umständen ein Schmerzensgeld zahlen. Das gilt auf dem Oktoberfest genauso wie im täglichen Leben. Allerdings können Feierstimmung, Alkohol und die Örtlichkeit des Unfalls den Haftungsmaßstab beeinflussen. Sitzen Sie im Festzelt am Ende einer Bierbank, können Sie beim Schunkeln schnell mal abrutschen. Eine Verletzung ist dann naheliegend.

 

Daher verlangen die Gerichte, dass Sie Ihr Umfeld aufmerksam beobachten und Ihr Verhalten anpassen. Wird es auf der Bank zu eng, sollten Sie also lieber aufstehen. Zumindest, wenn es besonders hoch hergeht. Umgekehrt müssen natürlich auch die anderen Feiernden Rücksicht nehmen und auf ihre Banknachbarn achten.

 

In der Regel führen Unfälle beim Feiern im Festzelt daher häufig zu einer Haftungsquote. Denn nicht selten wird dem Verletzten zumindest eine Teilschuld angelastet. Etwas anderes kann gelten, wenn Sie vorsätzlich verletzt werden. Geraten Sie beispielsweise unverschuldet in eine Schlägerei, muss der prügelnde Wiesnbesucher nicht nur mit strafrechtlichen Folgen rechnen. Für einen ausgeschlagenen Zahn oder ein blaues Auge können Sie dann auch Schmerzensgeld verlangen.

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