Glühweintassen als Souvenir

Pfand = Kaufpreis?

Nehmen Sie auch jedes Jahr vom Weihnachtsmarkt eine Tasse für Ihre Sammlung mit? Lesen Sie, ob das erlaubt ist.

Glühweintassen als Souvenir

Rechtsfrage des Tages:

Vielerorts haben die ersten Weihnachtsmärkte bereits eröffnet. Damit ist es wieder Zeit für Bratwurst, Zuckerwatte und Glühwein. Und so manche Glühweintasse findet ihren Weg in eine private Sammlung. Ist es erlaubt, die Tassen mitzunehmen?

Antwort:

In den Innenstädten duftet es jetzt wieder bis Weihnachten nach Schmalzkuchen und Zuckerwatte. Ob Pharisäer, Schneemann oder Glühwein - die Heißgetränke werden meist in speziell gestalteten Tassen gereicht. Für so manchen Sammler gehört es dazu, jedes Jahr eine solche Tasse vom Weihnachtsmarkt mit nach Hause zu nehmen.
Rechtlich ist das eigentlich nicht zulässig. Der Glühweinbecher wird vom Standbesitzer nämlich nur an Sie verliehen. Genaugenommen machen Sie sich sogar strafbar. Denn der Becher bleibt im Eigentum des Verkäufers. Daran ändert auch das gezahlte Pfand nichts. Das Becherpfand wird verlangt, damit die Tasse nicht einfach irgendwo abgestellt, sondern wieder am Stand abgegeben wird. Es handelt sich aber nicht um einen Kaufpreis.
Nehmen Sie die Tasse mit, wäre dies rechtlich ein Diebstahl. Eine Strafanzeige erfolgt jedoch meist nicht. Standbesitzer kalkulieren jedes Jahr einen gewissen Schwund ein. Dieser wird zumindest teilweise durch das Pfand kompensiert. Mancherorts ist dies sogar erlaubt und gewollt. Fragen Sie doch einfach am Stand nach. Auf größeren Weihnachtsmärkten können Sie die Motivtassen auch häufig offiziell kaufen. Möchten Sie also kein Risiko eingehen, können Sie Ihr Erinnerungsstück ganz legal erwerben.

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