Oldtimer: die richtige Pflege und Vorbereitung auf den Winter

Historische Fahrzeuge benötigen viel Pflege und Wartung.

Oldtimer: die richtige Pflege und Vorbereitung auf den Winter

Historische Fahrzeuge benötigen viel Pflege und Wartung. Ein wichtiger Grund dafür ist ihr Alter. Dadurch sind viele Maßnahmen notwendig, um das Auto zu schützen. Dazu gehört z. B. die Vorbereitung auf die lange Standzeit im Winter.

Diese Maßnahmen sind mit einigen Kosten verbunden. Durchschnittlich zahlen Oldtimerbesitzer fast 1.500 € pro Jahr für die Wartung und Instandhaltung ihrer alten Autos.

Doch ein gut gepflegtes Fahrzeug belohnt den Aufwand. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Oldtimer richtig pflegen. Lesen Sie außerdem, wie Ihr Fahrzeug den Winter unbeschadet übersteht.

Pflege und Wartung

Pflegen Sie Ihren Oldtimer regelmäßig und das ganze Jahr, um ihn vor Rost, Schimmel und anderen Schäden zu schützen. Beim sogenannten „Einmotten“ im Winter sind zusätzliche Maßnahmen wichtig.

Ölcheck und Ölwechsel

Oldtimer fahren im Vergleich zu modernen Autos meist nur wenige Kilometer. Deshalb wird das Öl bei Oldtimern nicht nach einer bestimmten Kilometerzahl gewechselt. Tauschen Sie stattdessen das Motoröl in der Regel mindestens 2-mal pro Jahr aus. Prüfen Sie außerdem regelmäßig den aktuellen Ölstand. So bleibt Ihr Fahrzeug in Form.

Welches Öl Ihr Oldtimer braucht, hängt von seinem Baujahr ab. Viele ältere Modelle haben z. B. keinen Ölfilter. Deshalb brauchen diese Autos ein anderes Motoröl als etwa ein Fahrzeug aus den 70er-Jahren.

Lack pflegen und schützen

Oldtimer Pflege: Mann pflegt bei seinem Oldtimer den Lack

Verunreinigungen schädigen auf Dauer den Lack eines Oldtimers. Durch regelmäßige Pflege glänzt Ihr Oldtimer jedoch auf jeder Veranstaltung.

Beginnen Sie die Lackpflege, indem Sie Ihren Oldtimer zunächst gründlich waschen. Vermeiden Sie dabei Waschanlagen. Diese können den Lack des Fahrzeugs zusätzlich beschädigen. Waschen Sie das Auto stattdessen mit der Hand. Dazu eignen sich Wasser und ein mildes Reinigungsmittel. Fragen Sie am besten vorher einen Spezialisten, welches Mittel sich für Ihren Fahrzeugtyp eignet. Auch Hersteller- oder Markenclubs helfen Ihnen gern bei Fragen zur Pflege und Wartung Ihres Fahrzeugs. Nutzen Sie neben einem speziellen Reinigungsmittel auch einen Waschhandschuh. Damit können Sie das Fahrzeugs leichter mit der Hand waschen.

Trocknen Sie das Fahrzeug nach der Wäsche ab. Nutzen Sie dazu ein Microfasertuch.

Polieren Sie Ihren Oldtimer zusätzlich für einen stärkeren Glanz. Dabei wird der Lack glatter und kleine Katzer werden entfernt. Allerdings wird dadurch die Lackschicht insgesamt dünner. Das Auto verliert seine ursprüngliche Oberfläche, auch Patina genannt.

Schützen Sie abschließend den Lack vor weiterem Schmutz. Tragen Sie dazu z. B. ein Wachs auf die Oberfläche des Oldtimers auf.

Felgen

Die Pflege der Felgen ist ebenfalls sehr wichtig. In Shops für Oldtimer finden Sie passende Felgenreiniger. Zusätzlich können Sie ein weiteres Mittel auftragen, um die Felgen zu schützen.

Innenraum

Die Reinigung des Innenraums ist ein wichtiger Teil der Oldtimerpflege. Saugen Sie dafür im ersten Schritt das Fahrzeug. So können Sie Staub und anderen Schmutz entfernen. Besonders über den Winter sammelt sich oft viel Dreck an.

Anschließend reinigen Sie die Stoffe und Oberflächen im Innenraum. Verwenden Sie dafür ebenfalls milde Reinigungsmittel. Diese halten z. B. Leder weich und geschmeidig. Fragen Sie einen Fachmann, welches Mittel sich für das Material in Ihrem Wagen eignet.

Reinigen Sie das Material mit sanftem Druck. Viele Stoffe reißen schnell, wenn Sie zu sehr aufdrücken. Dann finden Sie oft schwer einen passenden Ersatz.

Dichtungen und Gummis

Mit regelmäßiger Pflege bleiben die Gummis und Dichtungen im Innenraum des Oldtimers weich und flexibel. Fetten Sie diese deshalb regelmäßig ein. Sie können dafür verschiedene Mittel nutzen. Häufig verwendete Produkte sind zum Beispiel Vaseline und Hirschtalg.

Rostschutz

Rost ist eine der größten Gefahren für Oldtimer. Untersuchen Sie Ihren Oldtimer deshalb regelmäßig auf Rost. So können Sie rechtzeitig verhindern, dass sich der Rost ausbreitet.

Rost lässt sich in der Regel nicht ganz aufhalten, aber verlangsamen. Sie können zwischen verschiedenen Mitteln wählen. Tragen Sie z. B. ein Fett auf, um Hohlräume des Fahrzeugs zu schützen. Sie können im Handel spezielle Fette für den Schutz vor Rost kaufen. Tragen Sie für den Unterboden einen sogenannten Unterbodenbodenschutz auf. Sprühen oder streichen Sie dieses Mittel auf den Unterboden Ihres Oldtimers. Den Rostschutz kann auch eine Werkstatt übernehmen.

Vorbereitung auf den Winter: Einmotten

= Oldtimer Stellplatz: Feuchtigkeit und Kälte im Winter schaden dem Oldtimer. Deshalb ist der richtige Stellplatz wichtig.

Viele Oldtimer werden nur im Sommer gefahren. Bereiten Sie in diesem Fall Ihren Oldtimer besonders gut auf den Winter vor. Beginnen Sie damit, wenn Sie Ihren Oldtimer in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr fahren.

  • Reinigung und Pflege: Reinigen Sie Ihr Oldtimer vor dem Überwintern zunächst von innen und außen. Suchen Sie außerdem nach Stellen, an denen sich Feuchtigkeit sammelt. Dort kann sich Schimmel bilden. Reinigen Sie bei einem Cabrio auch das Verdeck vor dem Winter. Danach können Sie es mit einem Mittel wasserdicht machen, das für Oldtimer geeignet ist. Suchen Sie dabei auch nach Rissen im Verdeck.
  • Öl und Tank auffüllen: Wechseln Sie vor dem Winter das Öl bei Ihrem Oldtimer. Füllen Sie außerdem den Tank des Oldtimers auf. So bleiben die Stellen rostfrei.
  • Reifen: Erhöhen Sie vor dem Winter den Reifendruck des Fahrzeugs. Einige Oldtimerbesitzer empfehlen, das Fahrzeug leicht aufzubocken. Achten Sie darauf, dass die Reifen weiter den Boden berühren. So bleiben die Reifen auch bei langer Standzeit voll.
  • Autobatterie: Bauen Sie die Batterie Ihres Fahrzeugs vor dem Winter aus. Lagern Sie sie am besten an einem trockenen Ort. Sie können die Batterie auch an ein sogenanntes Erhaltungsladegerät anschließen. Durch dieses Gerät bleibt die Batterie über den Winter geladen.
  • Frostschutz: Füllen Sie in den Kühler und die Scheibenwaschanlage Frostschutzmittel ein. So schützen Sie Ihren Oldtimer vor Schäden durch gefrorenes Wasser.
  • Auspuff: Im Auspuff sammelt sich oft Feuchtigkeit. Dadurch kann Rost entstehen. Viele Oldtimerbesitzer empfehlen deshalb, den Auspuff vor dem Winter mit einem Lappen zu verschließen.
  • Abdecken: Decken Sie Ihren Oldtimer ab, um ihn vor Schmutz zu schützen. Achten Sie allerdings darauf, dass Luft unter die Abdeckung kommt. So bleibt es unter der Abdeckung trocken.
  • Der Stellplatz: Wählen Sie einen Stellplatz, der trocken und gut belüftet ist. Außerdem ist eine gleichbleibende Temperatur wichtig. So vermeiden Sie Feuchtigkeit, die oft zu Rost und Schimmel führt. Mieten Sie für Ihren Oldtimer einen Stellplatz, wenn sich Ihre Garage nicht eignet. Viele Anbieter haben sich auf historische Fahrzeuge spezialisiert.

Fazit

Zum Schutz vor Rost, Schmutz und Schimmel ist es wichtig, Oldtimer regelmäßig zu pflegen und zu warten. Dazu gehören unter anderem:

  • Ein regelmäßiger Ölwechsel
  • Die Pflege und Reinigung von Lack, Felgen, Dichtungen und Innenraum
  • Maßnahmen zum Schutz des Oldtimers vor Rost

Weitere Maßnahmen sind notwendig, um Ihren Oldtimer zu überwintern. Reinigen Sie das Fahrzeug gründlich und finden Sie einen passenden Stellplatz für die lange Standzeit. So starten Sie nach dem Winter ohne Probleme in die neue Saison.