Traueranzeigen

Kein bisschen altmodisch

Traueranzeigen

Der Tod eines Menschen ist ein einschneidendes Ereignis und damit auch von gesellschaftlicher Bedeutung. Mit einer Traueranzeige wird diesem Ereignis Rechnung getragen. Sie bietet die Möglichkeit, eine größere Zahl von Personen aus dem sozialen Umfeld schnell zu erreichen und informieren. Denn meist findet eine Bestattung nur wenige Tage nach dem Ableben der Person statt – die Zeit drängt also.

In Traueranzeigen versuchen die Angehörigen, mit möglichst persönlichen Worten ihren Schmerz auszudrücken und den Verstorbenen zu würdigen. Häufig finden sich daher in Todesanzeigen ein Bibelpsalm, Sprüche oder literarische Zitate.

Traueranzeigen beinhalten wichtige Informationen zum Verstorbenen und dessen Beisetzung. Folgende Daten sollten in einer Todesanzeige auf jeden Fall genannt sein:

  • Vor- und Nachname des Toten, bei Frauen auch der Mädchenname
  • Geburtsdatum und Sterbedatum
  • Eventuell der ehemalige Beruf
  • Ort, Datum und genaue Uhrzeit der Beisetzung
  • Hinweise zur Trauerfamilie bzw. zu den Angehörigen, an die Trauerkarten und Kondolenzschreiben gesendet werden

Traueranzeigen bieten wichtige Hinweise

Des Weiteren enthalten Traueranzeigen immer auch wichtige Hinweise, wie der Abschied vom Verstorbenen ablaufen soll. Hier gilt es, zwischen den Zeilen zu lesen und versteckte Botschaften aufzunehmen.

Ein häufiger Satz bei Todesanzeigen ist z. B.: „Von Beileidsbekunden am Grab bitten wir Abstand zu nehmen.“ Dies signalisiert der Trauergemeinde, dass die Familie in dieser schwierigen Lage nicht gestört werden möchte. Diesem Wunsch sollte unbedingt entsprochen werden. Nimmt die Familie im privaten Rahmen Abschied, findet sich in Traueranzeigen die Formulierung: „Die Beisetzung fand in aller Stille im Familienkreis statt.“

Auch der Hinweis „der Verstorbene wünscht keine Trauerkleidung“ gibt Lesern einer Traueranzeige wichtige Hinweise. Liest man diesen Satz, sollte man keinesfalls in schwarzer oder dunkler Kleidung erscheinen, da man sich damit über den Wunsch des Toten hinwegsetzen würde. Außerdem wird angedeutet, dass die Trauerfeier nicht zu förmlich und trist ablaufen wird, um die Trauer nicht noch zu verstärken.

Manchmal findet sich in Todesanzeigen auch die Anmerkung: „Statt Blumen oder Kränzen wird um Spenden für ... gebeten.“ Auch diesem Wunsch sollte die Trauergemeinde folgen – es ist im Sinne des Verstorbenen.

Traueranzeigen selbst verfassen

Ein guter Rat: Wenn Sie selbst eine Traueranzeige schreiben müssen, holen Sie sich Anregungen im Internet. Hier finden sich zahlreiche Sprüche, Beispiele und auch optische Gestaltungsmöglichkeiten. Dies erleichtert Ihnen die Sache ungemein.

Todesanzeigen werden in der lokalen oder überregionalen Presse gebucht und sind relativ teuer. Lassen Sie sich dort beraten und auch Gestaltungsbeispiele zeigen. Überprüfen Sie vor der Veröffentlichung noch mal genau, ob alle Daten, Namen und Informationen stimmen. Und auch das Internet gewinnt bei Traueranzeigen immer mehr an Bedeutung.

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