Zwischendurch mal Teilzeit

Brückenteilzeit

Haben Sie zu einer Teilzeitbeschäftigung gewechselt, ist die Rückkehr in die Vollzeit nicht immer leicht. Wie wäre es mit Brückenteilzeit?

Zwischendurch mal Teilzeit

Rechtsfrage des Tages:

Möchten Sie gerne mal etwas kürzertreten? Dann reduzieren Sie doch einfach Ihre Arbeitszeit. Dank der Brückenteilzeit ist eine Rückkehr zur Vollzeit ganz einfach. Welche Rechte haben Sie als Arbeitnehmer?


Antwort:

Es gibt Zeiten im Leben eines Arbeitnehmers, in denen etwas weniger Arbeit angezeigt ist. Ein Wechsel zu einer Teilzeitbeschäftigung will aber wohl überlegt sein. Die Rückkehr zu einer vollen Beschäftigung ist häufig gar nicht so einfach. Planen Sie aber, nur eine absehbare Zeit Ihre Stunden zu reduzieren, können Sie eine Brückenteilzeit in Anspruch nehmen.
Allerdings müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Grundsätzlich haben Sie nur einen Anspruch auf Brückenteilzeit, wenn in Ihrem Betrieb mehr als 45 Mitarbeiter tätig sind. In kleineren Betrieben können Sie von dieser Regelung nicht profitieren. Außerdem müssen Sie länger als sechs Monate im Arbeitsverhältnis stehen. Und nur ein Teil der Mitarbeiter kann gleichzeitig Brückenteilzeit beanspruchen.
Brückenteilzeit von einem bis zu fünf Jahren können Sie in Textform bei Ihrem Arbeitgeber beantragen. Ein einfacher Brief oder eine E-Mail reicht aus. Den Antrag müssen Sie mindestens drei Monate vor dem Wunschtermin einreichen. Er muss die Verteilung der Arbeitszeit enthalten. An eine Mindestarbeitszeit brauchen Sie sich aber nicht zu halten. Ihr Arbeitgeber darf den Antrag nur aus betrieblichen Gründen, wie beispielsweise einer erheblichen Störung der Arbeitsabläufe durch die Brückenteilzeit, ablehnen. Teilt er Ihnen seine Entscheidung nicht spätestens einen Monat vor dem Wunschtermin schriftlich mit, gilt die Brückenteilzeit als genehmigt. Seit Anfang 2020 reicht für die Antwort des Chefs übrigens auch die Textform aus.

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