Am Feiertag arbeiten statt feiern

Gibts eine Zulage?

Nicht jeder kann sich an Weihnachten über freie Tage freuen. Meist gibt es dafür aber einen finanziellen Zuschlag.

Am Feiertag arbeiten statt feiern

Rechtsfrage des Tages:

Auch wenn heute Heilig Abend ist, so handelt es sich doch um einen normalen Werktag. Die folgenden zwei Weihnachtstage sind hingegen gesetzliche Feiertage. Haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Zulage, wenn Sie an diesen Feiertagen arbeiten müssen?

Antwort:

Eigentlich gehört Weihnachten der Familie. In manchen Berufen ist allerdings die Arbeit an Feiertagen unerlässlich, so dass sich nicht jeder über eine Auszeit freuen kann. Einen gesetzlichen Anspruch auf einen Feiertagszuschlag haben Arbeitnehmer jedoch nicht. Das Gesetz sieht zum Ausgleich einen Ersatzruhetag vor. Trotzdem gewähren viele Arbeitgeber ihren Angestellten einen finanziellen Ausgleich für die Arbeitszeit an Feiertagen.
Der Anspruch kann sich auch aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder der betrieblichen Übung ergeben. Auch eine Betriebsvereinbarung kann einen solchen Zuschlag festlegen. Ein großer Vorteil: Feiertagszulagen sind begrenzt steuerfrei. Ein Zuschlag von bis zu 125 Prozent des Grundlohns muss nicht versteuert werden. Auch Sozialabgaben fallen nicht an. An den Weihnachtsfeiertagen gilt sogar die Grenze von 150 Prozent des Grundlohns.
Auch wenn der 24. Dezember eigentlich kein gesetzlicher Feiertag ist, gilt für diesen Tag noch eine Besonderheit. Viele Arbeits- oder Tarifverträge oder auch Betriebsvereinbarungen sehen für fleißige Arbeitnehmer ab 14:00 Uhr einen Zuschlag vor. Auch dieser Zuschlag ist bis zu 150 Prozent des Grundgehalts steuerfrei.

 

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