Wohlig warm oder eiskalt?

Heizen im Winter

Die Heizperiode hat bereits begonnen. Um Zwist zwischen Mietern und Vermietern vorzubeugen, hier einige wichtige Fakten.

Wohlig warm oder eiskalt?

Rechtsfrage des Tages:

Wird es draußen nass und kalt, freuen Sie sich sicher auf eine gemütlich warme Wohnung. Aber ab wann muss Ihr Vermieter eigentlich die Heizung in Betrieb nehmen?

Antwort:

Der Volksmund spricht von einer Heizperiode, der Gesetzgeber hingegen nicht. Tatsächlich gibt es aus juristischer Sicht keinen festgelegten Zeitraum, in dem die Heizung laufen muss. Allerdings haben Sie als Mieter Anspruch auf eine warme Wohnung. In verschiedenen Urteilen haben die Gerichte entschieden, dass in Wohnräumen tagsüber eine Temperatur von 20 bis 22 Grad Celsius erreicht werden muss.

In Schlafzimmer und Flur darf es auch etwas kühler sein. In der Nacht darf Ihr Vermieter die Heizung absenken. Temperaturen unter 17 bis 18 Grad Celsius müssen Sie allerdings auch dann nicht akzeptieren. Vielleicht finden Sie in Ihrem Mietvertrag Angaben zur Heizperiode. Hat Ihr Vermieter dort eine geringere Mindesttemperatur festgelegt, brauchen Sie das nicht zu tolerieren.

Natürlich muss Ihr Vermieter die Heizung nicht gleich am ersten kalten Tag anwerfen. Sinkt die Raumtemperatur allerdings unter 18 Grad Celsius, müssen Sie nicht länger warten: Fordern Sie Ihren Vermieter zur Abhilfe auf, wenn es in Ihrer Wohnung dauerhaft zu kalt ist. Als Beweis können Sie ihm beispielsweise ein Foto Ihres Zimmerthermometers senden. Ignoriert er Ihr Bibbern, können Sie die Miete mindern.

Damit Sie Ihr gutes Recht bekommen

Hier finden Sie garantiert den passenden Tarif. Z. B. den umfassenden Privat-Rechtsschutz für die Lebensbereiche Privat, Beruf, Wohnen und Verkehr.