Vermietung von Wohnraum per Makler

Wer zahlt?

Meiden Sie bei der Suche nach einer neuen Mietwohnung Maklerangebote? Dann fürchten Sie zu Unrecht hohe Kosten.

Vermietung von Wohnraum per Makler

Rechtsfrage des Tages:

Wollen Sie demnächst umziehen und schauen sich schon nach einer Wohnung um? Bestimmt haben Sie sich auch Angebote von regionalen Maklern angeschaut. Zahlt der Mieter die Maklerkosten oder übernimmt diese der Vermieter?


Antwort:

Früher war es durchaus üblich, dass neue Mieter die Provision des vom Vermieter beauftragten Maklers zahlen mussten.

Seit Mitte 2015 gilt im Rahmen der Vermietung das sogenannte Bestellerprinzip. Dies funktioniert nach dem Prinzip: Wer die Musik bestellt, zahlt sie auch. Als Mieter müssen Sie also nicht mit höheren Kosten rechnen, wenn Sie über einen nicht selbst beauftragten Makler eine neue Traumwohnung finden.

Beauftragen Sie als Mieter hingegen einen Makler mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung, müssen Sie in die Tasche greifen. Ihrem Vermieter können Sie die Kosten nicht auferlegen. Allerdings sieht das Gesetz für Mieter ein kleines Schmankerl vor.

Die Höhe der Maklerprovision für Mieter darf maximal zwei Nettokaltmieten zuzüglich der jeweils geltenden Mehrwertsteuer betragen. Diese Begrenzung gibt es für Vermieter nicht. Hier herrscht Vertragsfreiheit.


In der Praxis besteht das Risiko, dass der Mieter aber quasi durch die Hintertür doch an der Provision beteiligt wird. Sofern nicht die Mietpreisbremse gilt, ist die Höhe der Miete vor Vertragsschluss frei verhandelbar. Dem Vermieter werden nur Grenzen gesetzt durch das Verbot der Mietpreisüberhöhung oder dem Mietwucher. Und diese werden nur selten nachweisbar überschritten.

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