Wie lange gelten Weihnachtsgutscheine?

Last-minute-Geschenk

Fällt Ihnen partout kein Geschenk ein, ist ein Gutschein die Rettung. Muss sich der Beschenkte mit dem Einlösen beeilen?

 Wie lange gelten Weihnachtsgutscheine?

Rechtsfrage des Tages:

Wer jetzt noch keine Geschenke hat, muss sich sputen. Werden Sie im Handel nicht fündig, bietet sich immer wieder der altbewährte Gutschein an. Wie lange ist dieser aber gültig?

Antwort:

Auch in diesem Jahr werden wieder unzählige Gutscheine weihnachtlich verpackt unterm Christbaum liegen. Wie schnell diese eingelöst werden müssen, kommt auf deren Inhalt an. Zum einen gibt es geldgebundene Gutscheine. Dort ist ein bestimmter Geldbetrag vermerkt, für den der Beschenkte in einem bestimmten Geschäft einkaufen kann.
Für diese Gutscheine gelten die allgemeinen Verjährungsregeln. Der Gutschein kann also innerhalb von drei Jahren eingelöst werden. Beginn der Verjährungsfrist ist der Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Weihnachtliche Gutscheine aus diesem Jahr müssen also bis spätestens 31.12.2022 eingelöst werden. Eine kürzere Frist ist häufig nicht wirksam. Versäumt der Beschenkte diese Frist, kann er vom Händler zumindest noch den Geldwert herausverlangen. Den entgangenen Gewinn darf der Händler aber abziehen. Wie hoch dieser ist, richtet sich nach dem Einzelfall.
Zum anderen können Sie auch Gutscheine für eine Dienstleistung verschenken wie beispielsweise eine Wellness-Massage. Da der Aussteller aber die Kosten der Behandlung in den kommenden Monaten nicht abschätzen kann, dürfen diese Gutscheine kürzer befristet sein. Ein Jahr sollte die Frist aber schon betragen. Übrigens haben Sie keinen Anspruch auf Auszahlung des Geldbetrages während der Gültigkeitsdauer. Eine Ausnahme kann nur gelten, wenn sich der Gutschein auf ein bestimmtes Produkt bezieht, das nicht mehr lieferbar ist.

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