Fremde Samtpfoten im eigenen Garten

Katze zu Besuch

Auch wenn Sie kein Katzenfreund sind, gegen gelegentliche Besuche im Garten können Sie kaum etwas machen.

Fremde Samtpfoten im eigenen Garten

Rechtsfrage des Tages:

Katzen kümmern sich bei ihren Touren durchs Revier nicht um Zäune und Grundstücksgrenzen. Und so manchem Garten statten sie einen regelmäßigen Besuch ab. Müssen Sie es dulden, wenn die Nachbarskatze Ihren Garten als Jagdrevier oder sogar als Toilette nutzt?

Antwort:

Nicht jeder ist ein Katzenfreund. Tote Mäuse auf der Terrasse und wilde Kämpfe in der Nacht tragen nicht unbedingt zum nachbarschaftlichen Frieden bei. Da ist es nicht verwunderlich, dass freilaufende Katzen immer wieder die Gerichte beschäftigen. Bei der Beurteilung einer Duldungspflicht kommt es auf den Einzelfall an. Allerdings müssen Sie den tierischen Besuch dulden, sofern dieser das Grundstück nicht unzumutbar beeinträchtigt.
Gegen einen gelegentlichen Ausflug ist daher nichts einzuwenden. Auch regelmäßige Stammgäste müssen Sie hinnehmen, solange diese sich zu benehmen wissen. Nicht mehr dulden müssen Sie die Nachbarskatzen, wenn diese eine große Menge Kot im Garten hinterlassen. Für Schäden durch Pfoten, Krallen und Revierkämpfe muss der Tierhalter einstehen. Den Übeltäter zu überführen kann aber schwierig werden.
Als Geschädigter müssen Sie nämlich nachweisen können, welche Katze das Beet umgepflügt oder die bunten Goldfische aus dem Teich geangelt hat. Laufen mehrere Katzen regelmäßig durch Ihren Garten, müssen Sie sich schon auf die Lauer legen und beispielsweise Beweisfotos schießen.

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