Schmerzensgeld für Fußballfouls

Teures Foul?

Auch in der Kreisliga kann es zu bösen Verletzungen kommen. Bekommen verletzte Spieler bei Fouls Schmerzensgeld?

Schmerzensgeld für Fußballfouls

Rechtsfrage des Tages:

Nicht nur in der Bundesliga, auch bei Fußballspielen der unteren Ligen kann es heftig zur Sache gehen. Verletzungen sind keine Seltenheit. Kann ein gefoulter Spieler Schmerzensgeld verlangen?

 

Antwort:

Wie bei den meisten anderen temporeichen Sportarten auch, bleiben Verletzungen beim Fußballspielen nicht aus. Egal ob im Amateurbereich oder bei den Profis: Schon so mancher Spieler musste mit verdrehtem Knie oder Knöchelschmerzen vom Platz getragen werden. Da könnte die Annahme naheliegen, dass es bei regelwidrigem Verhalten ein Schmerzensgeld für den Verletzten gibt.

Auch wenn ein Foul als unzulässig geahndet wird: Kaum ein Spieler wird seinen Gegner vorsätzlich verletzen wollen. Aber auch bei einer fahrlässigen Körperverletzung kann der Geschädigte Schmerzensgeld verlangen. Allerdings sehen die Gerichte bei sportlichen Wettkämpfen selbst im Amateurbereich nur ein beschränktes Haftungsrisiko. Zwischen den Spielern besteht nämlich eine stillschweigende Haftungsbeschränkung auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Nicht jedes regelwidrige Verhalten realisiert auch gleich eine Schädigungsabsicht oder grobe Fahrlässigkeit. Der Geschädigte müsste nachweisen, dass der Gegenspieler unentschuldbar die im Spiel erforderliche Sorgfalt in ungewöhnlich hohem Maße missachtet hat. Oder ihn sogar absichtlich über den Haufen gerannt hat. Dabei kommt es immer auf den Einzelfall an. Schmerzensgeld gibt es nur, wenn dieser Nachweis gelingt.

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