Wohin mit der Pfandflasche?

Flaschen sammeln

Haben Sie noch Pfandflaschen vom letzten Nordseeurlaub? Können Sie die auch in Süddeutschland abgeben?

Wohin mit der Pfandflasche?

Rechtsfrage des Tages:

Manchmal findet sich ein buntes Sammelsurium von Pfandflaschen in der Garage. Da stellt sich die Frage, wo Sie Ihr gesammeltes Leergut loswerden können.

Antwort:

Für Mehrweg-, aber auch Einwegflaschen vieler Getränke zahlen Sie an der Kasse einen kleineren Betrag als Pfand. Seit einiger Zeit gilt das Pfandsystem auch für Getränkedosen. Geben Sie die Verpackungen zurück, erhalten Sie das Pfand wieder ausbezahlt. Aber können Sie Ihre Flaschen und Dosen nur in dem Supermarkt zurückgeben, in dem Sie sie gekauft haben?

Es kommt drauf an. Ein Geschäft ist nämlich nur verpflichtet, die Pfandverpackungen zurückzunehmen, die es auch im Sortiment führt. Verkauft ein Laden beispielsweise keine Getränkedosen, muss er diese auch nicht zurücknehmen. Auf den ehemaligen Inhalt kommt es hingegen nicht an. Führt der Supermarkt PET-Flaschen, muss er auch ein Rücknahmesystem für diese Flaschen anbieten. Selbst, wenn er die Sorte Mineralwasser eigentlich nicht anbietet.

Lediglich kleinere Ladengeschäfte mit einer Fläche von unter 200 qm dürfen die Rücknahme von Einwegflaschen auf Marken ihres Sortiments beschränken. Ansonsten können Sie Sprudelfalschen von der Nordsee auch in einem süddeutschen Supermarkt abgeben.

Was nicht geht: pfandfreie Verpackungen wie beispielsweise die Bierdosen aus dem letzten Österreichurlaub abzugeben. Dafür werden Sie in Deutschland nirgendwo Pfand zurückerhalten.

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