Toilette verzweifelt gesucht

Wohin wenns pressiert?

Ein dringendes Bedürfnis außerhalb des eigenen Heims, wer kennt das nicht. Dürfen Sie ins nächstgelegene Restaurant huschen?

Toilette verzweifelt gesucht

Rechtsfrage des Tages:

Wenn die Blase drückt, kann ein Café die ersehnte Rettung bieten. Was aber, wenn Sie dort nicht willkommen sind? Darf Ihnen der Gastronom den Toiletten-Besuch verweigern?

Antwort:

Bald ist wieder die Zeit der Weihnachtsmärkte. Nach ausgiebigem Glühwein-Konsum verlangt dann auch die Natur regelmäßig ihr Recht. Und so mancher Marktbesucher wählt lieber die saubere Restaurant-Toilette als die mobilen Toilettenhäuschen. Vergessen Sie aber nicht, dass Gastronomen in ihren Cafés und Restaurants das Hausrecht haben.

Es steht diesen frei, die Toiletten den konsumierenden Gästen vorzubehalten. Oder sie können für die Benutzung von WC und Waschbecken einen Obolus verlangen. Ein sogenanntes "Notdurftrecht" gibt es hingegen nicht. Dieses gehört in die Welt der Rechtsirrtümer.

Auch wenn es noch so dringend ist, weder müssen Sie privat Ihre Toilette freigeben, noch Restaurants die kurzen Besucher dulden. Verweigern Sie einem Passanten den Zugang zur Toilette, machen Sie sich auch nicht wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar. Ein dringendes Bedürfnis ist kein Notfall im Sinne des Strafgesetzbuches. Zudem gibt es rund um den Weihnachtsmarkt in der Regel ausreichend öffentliche Toiletten, die für Erleichterung sorgen können.

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