Auf dem Standstreifen durch den Stau?

Oder hinten anstellen?

Ferienzeit ist Stauzeit auf den Autobahnen. Wer möchte da nicht über den Rastplatz oder Seitenstreifen ein paar Meter gutmachen.

Auf dem Standstreifen durch den Stau?

Rechtsfrage des Tages:

In einigen Bundesländern freuen sich Familien über die Herbstferien. Allerdings bedeutet die Ferienzeit auch immer volle Autobahnen. Dürfen Sie ein Stück des Staus umfahren und den Standstreifen oder Rastplatz nutzen?


Antwort:

Wer mit dem Auto in den Urlaub fährt, wird früher oder später im Stau stehen. So mancher Autofahrer glänzt dann durch Erfindungsreichtum und nutzt den Standstreifen, um schneller ans Ziel zu kommen. Oder sie umfahren ein Stück des Staus über einen Rastplatz. Allerdings sind nahezu alle Arten der Stauverkürzung unzulässig.

Rast- und Parkplätze sind keine dem durchgehenden Verkehr gewidmeten Flächen. Umfahren Sie über einen Parkplatz einen Stau und mogeln sich ein paar Autolängen weiter vorne wieder auf die Straße, verstoßen Sie gegen die Regelungen zur Fahrbahnbenutzung. Außerdem besteht ein erhöhtes Unfallrisiko. Gerade bei Stau ist auf Rastanlagen meist viel los. Da ist ein folgenschwerer Unfall schnell passiert, wenn Sie den Parkplatz als reine Fahrspur nutzen.

Ein deutlich höheres Bußgeld droht für die unerlaubte Benutzung des Seitenstreifens. Dieser ist für Fahrzeuge mit Pannen oder Einsatzfahrzeuge reserviert. Selbst die letzten paar Meter bis zur Ausfahrt dürfen Sie nicht zur Stauverkürzung benutzen. Es drohen Bußgelder bis zu 110 Euro und ein Punkt in Flensburg. Auf keinen Fall sollten Sie bei Staubildung bis zur Abfahrt rückwärtsfahren oder wenden. Das Unfallrisiko ist groß und das Bußgeld reißt ein deutliches Loch in die Urlaubskasse. Letztlich heißt es, Geduld zu haben. Oder Sie nutzen die offiziellen Umleitungen über andere Straßen.

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