Führerschein ist nicht gleich Fahrerlaubnis

Was ist der Unterschied?

Den Führerschein abgeben zu müssen ist eine Sache. Die eigentliche Entziehung der Fahrerlaubnis ist weitaus gravierender.

Führerschein ist nicht gleich Fahrerlaubnis

Rechtsfrage des Tages:

Lappen, Pappe, Führerschein: Namen gibt es viele für diese Urkunde. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden zudem die Begriffe Führerschein und Fahrerlaubnis häufig verwechselt. Was ist der Unterschied?

Antwort:

Auch wenn beide Begriffe meist einheitlich genutzt werden, so besteht ein klarer Unterschied zwischen der Fahrerlaubnis und dem Führerschein. Die Fahrerlaubnis ist die staatliche Genehmigung, ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu führen. Der Führerschein ist hingegen nur das Dokument, dass diese Erlaubnis dokumentiert.
Deutlich wird der Unterschied im Rahmen verkehrsrechtlicher Sanktionen. Werden Sie beispielsweise wegen zu schnellen Fahrens mit einem Fahrverbot belegt, müssen Sie Ihren Führerschein abgeben. Ihnen wird für eine bestimmte Zeit untersagt, ein Kraftfahrzeug zu führen. Nach Ablauf des Fahrverbots erhalten Sie Ihren Führerschein zurück und dürfen wieder durchstarten.
Weitaus einschneidender ist dagegen die Entziehung der Fahrerlaubnis. In diesem Fall müssen Sie zwar auch den Führerschein abgeben, gravierender ist aber der Widerruf der staatlichen Erlaubnis. Wollen Sie wieder am automobilen Leben teilnehmen, müssen Sie eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Dies ist nicht selten erst nach Ablauf einer Sperrfrist und dem Bestehen einer medizinisch-psychologischen Untersuchung möglich.

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