Spartipps für Ihren Auslandsaufenthalt

Günstig reisen

Nehmen Sie sich Zeit, die im Zielland angebotenen Möglichkeiten für sich optimal zu nutzen.

Spartipps für Ihren Auslandsaufenthalt

So vielfältig wie die individuellen Reiseziele sind auch die Möglichkeiten, an verschiedenen Stellen bares Geld zu sparen. Und zwar ohne dass Sie auf Wesentliches verzichten müssen. In diesem Artikel erfahren Sie, dass

  • eine sorgfältige und rechtzeitige Planung die Kosten für Flüge und Transportmittel im Zielland deutlich vermindert.
  • Couchsurfing nicht nur kostenlose Unterkünfte bietet, sondern auch wertvolle Kontakte zu Einheimischen ermöglicht.
  • viele Touristenattraktionen an bestimmten Tagen Rabatte oder kostenlosen Eintritt anbieten.

Außerdem verraten 3 Reiseblogger ihre Spartipps auf Reisen.

Günstige Flüge rechtzeitig buchen

Beim Buchen der Flüge können Sie bereits viel Geld sparen, wenn Sie den richtigen Zeitpunkt für eine Flugbuchung im Blick behalten. Dieser variiert je nach Flugziel sehr stark. Gerade bei Langstreckenflügen gibt es oft Frühbucherrabatte. Statistisch gesehen sind Flüge von deutschen Flughäfen 9 Wochen vor Abflug am günstigsten. Für Flüge innerhalb Europas bekommen Sie meist 8 Wochen vor Abflug den günstigsten Preis. Bei vielen Destinationen ist es sinnvoll, den Start der Reise in die Monate Januar bzw. Februar oder ans Jahresende zu legen.

Auch wenn das Ende des Aufenthalts bereits feststeht, lohnt es sich oft, ein sogenanntes Flex-Open-Return-Ticket zu buchen. Damit haben Sie die Möglichkeit, das Rückflugdatum zu einem späteren Zeitpunkt festzulegen. Oder zwischendurch ohne zusätzliche Kosten und Aufwand umzubuchen. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn es Sie in weit entfernte Länder wie Australien, Kanada, die USA, Südamerika oder Asien zieht. So können Sie flexibel reagieren. Etwa, wenn Krankheit, ein Unfall oder ein anderes unvorhergesehenes Ereignis einen vorzeitigen Rückflug in die Heimat notwendig macht. Angeboten werden diese besonderen Tickets von verschiedenen großen Fluggesellschaften. Allerdings nur in geringen Kontingenten. Zudem unterliegen sie Altersbeschränkungen: Profitieren können Sie von den flexiblen Tickets, wenn Sie jünger als 35 sind.

Auch jenseits der Flugbuchung lohnt sich eine sorgfältige Planung. Das weiß Tiffy Ribbon, Lifestyle-, Fashion- und Reisebloggerin aus Erfurt. Auf www.tiffyribbon.com berichtet sie unter anderem über aktuelle Reisen rund um die Welt. Ihr ultimativer Spartipp für Auslandsreisen: „Vorbereitung ist das A und O! Macht euch Checklisten, plant z. B. eure Outfits und was vorher eingekauft werden muss. Denn manche Dinge sind im Ausland schwer erhältlich, wie z. B. Kontaktlinsen. Dafür ist aber anderes um einiges günstiger. Informieren lohnt sich also!“

Bloggerin Tiffy Ribbon auf einer Brücke

Reisen im Ausland – Kosten sparen beim Transport

Um am Zielort von A nach B zu kommen, gibt es je nach Land unterschiedliche Möglichkeiten. Informieren Sie sich schon im Vorfeld über die Angebote. Fahrkarten oder Mietwagen bekommen Sie fast immer im Zielland bei lokalen Anbietern am günstigsten. Wenn Sie innerhalb des Landes längere Strecken zurücklegen möchten, lohnt sich immer ein Preisvergleich der angebotenen Verkehrsmittel. Am wenigsten geben Sie fast überall für Bahn und Bus aus.

Auch Steven vom nachhaltigen Reiseblog Funkloch rät, so oft wie möglich auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen: „Nach den Ausgaben für Unterkünfte und Essen sind die Transportkosten die größten einer Reise. Auch wenn das Taxifahren oder ein Mietwagen sehr bequem ist, geht beides zulasten der Umwelt und natürlich auch des Geldbeutels. Noch besser für die Umwelt ist es, ein Fahrrad zu mieten. So kannst du dein Reiseziel in deinem ganz individuellen Tempo entdecken.“

Blogger Steven auf einer Wiese

Ein Mietwagen bietet maximale Flexibilität, kann aber schnell teuer werden: Sind Sie als Fahrer unter 25 Jahre alt, kommen oft hohe Versicherungskosten auf Sie zu. Preiswerter sind Sie mit einer Mitfahrgelegenheit unterwegs. Diese finden Sie auf einer Carpooling-Plattform. Dort können Sie auch selbst Mitfahrgelegenheiten anbieten.

Tipp: Wenn Sie dennoch einen Mietwagen in Betracht ziehen: Prüfen Sie, ob Sie bereits durch Ihre Reiseschutz- oder private Kfz-Versicherung ausreichend abgesichert sind. Wenn ja, können Sie auf zusätzliche Versicherungen des Mietwagenanbieters verzichten.
Tipp: Wenn Sie dennoch einen Mietwagen in Betracht ziehen: Prüfen Sie, ob Sie bereits durch Ihre Reiseschutz- oder private Kfz-Versicherung ausreichend abgesichert sind. Wenn ja, können Sie auf zusätzliche Versicherungen des Mietwagenanbieters verzichten.

Auf längeren Strecken sind Fernbusse eine gute und günstige Möglichkeit der Fortbewegung innerhalb Ihres Ziellands. Aber auch Inlandsflüge sind inzwischen relativ preiswert. Wägen Sie dabei ab, ob Ihnen die Zeitersparnis bei einem Flug ggf. ein paar mehr Euro wert ist.

Gerade bei Inlandsflügen innerhalb der USA ist es sinnvoll, diese vor Ort zu buchen. Wer es nicht allzu eilig hat, spart außerdem durch den Verzicht auf Nonstop-Flüge: Flüge mit Zwischenhalt sind bedeutend preiswerter. Fliegen Sie mit besonders günstigen Airlines, lohnt es sich, bereits zu Hause online einzuchecken und Ihre Bordkarte auszudrucken. Das spart nicht nur Zeit, sondern oft auch die Gebühren für den Check-in am Schalter.

2 Rucksacktouristen warten an der Bushaltestelle

Preisgünstige Unterkunft während des Auslandsaufenthalts

Je nach Art Ihres Auslandsaufenthalts sind Sie in einer Gastfamilie oder einem Studentenwohnheim untergebracht. Oder Sie müssen sich Ihre Unterkunft selbst organisieren. Vor allem bei Work and Travel sind die Möglichkeiten der Unterbringung sehr vielfältig. Oft wird im Gegenzug für die geleistete Arbeit Kost und Logis gewährt.

Wenn Sie durch das Land reisen, entfällt diese Option meist. Günstig übernachten Sie dann in Hostels. Auch diese bieten mitunter kostenlose Übernachtungen für ein paar Stunden Arbeitseinsatz. Nachfragen lohnt sich also. Besonders, wenn Sie auch auf Reisen für längere Zeit an einem Ort bleiben möchten.

Langsames Reisen bietet einige Vorteile:

  • Sie lernen einzelne Orte und ihre Bewohner intensiver kennen.
  • Sie können auf teure geführte Touren verzichten und haben Zeit für eigene Entdeckungen mit günstigeren Verkehrsmitteln.
  • Viele Hostels bieten Rabatte für längere Aufenthalte. Das lohnt sich oft schon ab der zweiten Übernachtung.

Wenn Sie auf den Komfort eines Einzelzimmers mit eigenem Bad verzichten können, buchen Sie ein Mehrbettzimmer. Das ist deutlich günstiger. Aber Achtung: Selbst wenn Sie die ganze Reise über im preiswerten Mehrbettzimmer übernachten, summieren sich die Ausgaben über die Zeit schnell.

Eine gute Alternative ist Couchsurfing. Über das Online-Netzwerk stellen Einheimische eine kostenlose Übernachtungsmöglichkeit für einen oder mehrere Tage zur Verfügung. Bei dieser Form der Unterkunft sollten Sie aber unbedingt flexibel sein und sich auf Ihren Gastgeber einstellen können. Denn Komfort und Ausstattung der Unterkunft können sehr variieren. Wer sich darauf einlässt, kann aber vielfältige Bekanntschaften mit Einheimischen machen. Mit ein bisschen Glück kommen Sie sogar in den Genuss einer kostenlosen Stadtführung oder einer typischen Mahlzeit. Auch wertvolle Geheimtipps für Unternehmungen jenseits der bekannten Touristenattraktionen erhalten Sie am ehesten direkt von Einheimischen.

Kostengünstige Verpflegung

In einem fremden Land wollen Sie selbstverständlich auch die kulinarischen Highlights voll auskosten. Häufige Restaurantbesuche gehen allerdings schnell ins Geld. Sparen können Sie vor allem, indem Sie die touristischen Ballungszentren meiden und sich eher in Nebenstraßen und Vororten nach gastronomischen Angeboten umsehen. Wo auch die Einheimischen speisen, sind die Preise fast immer deutlich günstiger. Außerdem können Sie dort eine authentische Landesküche erwarten. Scheuen Sie sich nicht, die Einheimischen direkt nach ihren Empfehlungen zu fragen. So werden Sie manche kulinarische Perle entdecken, die Ihnen sonst verborgen geblieben wäre. Und schonen gleichzeitig Ihre Reisekasse.

Tipp: Halten Sie außerdem Ausschau nach Streetfood, Garküchen und Wochenmärkten. Und kochen Sie auch mal selbst in Ihrer Unterkunft mit frischen Zutaten vom Markt oder aus dem Supermarkt. So behalten Sie die volle Kostenkontrolle.
Tipp: Halten Sie außerdem Ausschau nach Streetfood, Garküchen und Wochenmärkten. Und kochen Sie auch mal selbst in Ihrer Unterkunft mit frischen Zutaten vom Markt oder aus dem Supermarkt. So behalten Sie die volle Kostenkontrolle.

Das lohnt sich auch bei Ausflügen: Ein selbst zusammengestelltes Proviantpaket stillt den Hunger zwischendurch und vermeidet unnötige Ausgaben für teure Snacks. Steven von Funkloch hat noch einen weiteren Tipp, der obendrein auch die Umwelt schont: „Unglaubliche 6,4 Mrd. Coffee-to-go-Becher landen pro Jahr im Müll. Das muss nicht sein und geht auch günstiger. Mit einem Mehrwegbecher könnt ihr in vielen Cafés ein paar Cent bei der Kaffeebestellung sparen. Noch günstiger ist es, in der Unterkunft freundlich zu fragen, ob man etwas Kaffee mitnehmen oder den Kaffee selbst kochen kann“.

Zahlungsmittel und Kreditkarten im Ausland

Inzwischen können Sie fast in fast jedem Land mit der Girocard oder Kreditkarte Bargeld am Automaten abheben. Auch die bargeldlose Zahlung klappt fast überall problemlos. Geld abheben im Ausland kann aufgrund der anfallenden Gebühren aber schnell teuer werden. 1 bis 5 % der abgehobenen Summe werden je nach Kreditinstitut jedes Mal fällig. Meist zahlen Sie eine Mindestgebühr von ungefähr 5 € je Abhebung.

Natürlich können Sie schon vor Ihrem Auslandsaufenthalt einen gewissen Betrag in die Landeswährung tauschen. Allerdings ist es nicht ratsam, dauerhaft größere Mengen Bargeld mit sich herumzutragen.

Bei den Reise-Kreditkarten einiger Direktbanken entfallen die Gebühren für das Abheben am Automaten. Informieren Sie sich aber unbedingt genau über die AGB. Denn bei einigen Banken ist das Abheben im Ausland nur noch mit einem Mindest-Geldeingang pro Monat möglich. In einigen Ländern, etwa in Thailand, müssen Sie die Abhebungsgebühren zunächst selbst zahlen. Von manchen Banken bekommen Sie sie zurück, wenn Sie die Belege vorlegen. Heben Sie also immer die Quittungen der Abhebung auf oder machen Sie ein Foto davon.

Tipp: Reisen Sie mit 2 Kreditkarten, falls eine gesperrt oder beschädigt wird. Bewahren Sie die Karten an unterschiedlichen Orten auf, beispielsweise eine am Körper und eine versteckt im Rucksack.
Tipp: Reisen Sie mit 2 Kreditkarten, falls eine gesperrt oder beschädigt wird. Bewahren Sie die Karten an unterschiedlichen Orten auf, beispielsweise eine am Körper und eine versteckt im Rucksack.

Geld sparen beim Sightseeing

Jedes Land bietet eine Vielzahl kultureller Highlights und Sehenswürdigkeiten. Doch gerade bei einer längeren Reise summieren sich viele kleine Eintrittsgelder schnell zu einem stattlichen Betrag. Sightseeing muss aber nicht teuer sein: Viele staatliche Museen und Galerien bieten generell kostenlosen Eintritt zu ihren Ausstellungen. Bei privaten Galerien lohnt sich oft ein bisschen Rechercheaufwand im Vorfeld. Denn häufig ist an bestimmten Tagen der Eintritt frei. So bietet etwa das Museum of Modern Art in New York kostenlosen Eintritt an jedem Freitagabend. Gegenüber den sonst fälligen 25 US-Dollar ein echtes Schnäppchen, das auch für längere Warteschlangen entschädigt.

Auch bei Aussichtsplattformen können Sie sparen: Fast immer findet sich direkt unterhalb der Plattform ein Café oder Restaurant mit einem ähnlich guten Blick über die Stadt. Zwar ist der Kaffee in einer touristischen Einrichtung oft etwas teurer. Aber meist liegen die Kosten deutlich unter dem eigentlichen Eintrittsgeld für die Plattform.

Sina und Jan vom Blog Lichter der Welt haben ebenfalls eine ganz eigene Sicht auf Sightseeing. Die beiden sind Fotografen, Entdecker und Weltenbummler. Auf ihrem Blog geben sie unter anderem Tipps für einzigartige Reisefotos. Und sie haben verraten, wie man beim Sightseeing noch mehr sparen kann: „Geführte Touren, teure Eintrittspreise oder auch der Besuch einer Cocktailbar: All das kann in wenigen Stunden teurer sein als ein Hostel für eine Woche. Komm von dem Gedanken weg, dass erinnerungswürdige Aktivitäten etwas kosten müssen. Und lerne, die kostenlosen Momente deiner Reise zu lieben. Statt an einem Abend 100 € in einer Bar zu lassen, erfreue dich an dem Sonnenuntergang am Strand, am langen Spaziergang oder erkunde die Großstadt auf eigene Faust. Du wirst so viel mehr entdecken und die Erinnerungen an diese Momente werden dich dein Leben lang begleiten.“

Die Reiseblogger Sina und Jan auf einem Boot

Nützliche Apps für den Auslandsaufenthalt

Auf Reisen ist es nicht immer einfach, einen Überblick über die Gesamtkosten zu behalten. Deshalb ist es sinnvoll, alle Ausgaben zu notieren. Verschiedene Apps bieten die Möglichkeit, Kosten unkompliziert einzugeben, zu kontrollieren und zu verwalten. Hilfreiche Begleiter für unterwegs sind z. B. diese Apps:

  • My Währung – Währungsrechner (für iOS) und Simple Currency (für Android): Die beiden Währungsrechner kennen immer den aktuellen Wechselkurs. So behalten Sie im Blick, wie viel Sie in Euro ausgegeben hätten.
  • Ihre Ausgaben können Sie mit den Apps My Budget 2 (iOS) oder dem Ausgaben Manager (Android) dokumentieren.
  • Sollten Sie im Ausland kurzfristig Bargeld benötigen oder eine Überweisung tätigen müssen: Die kostenlose App Azimo (für iOS und Android) ermöglicht den Transfer von Geldbeträgen. Das Geld holen Sie dann bequem an einem Auszahlungspunkt in der Umgebung ab.
  • Mit Messenger Apps wie Skype, Whatsapp oder Telegram können Sie weltweit kostenlos übers Internet telefonieren. Vorausgesetzt, Sie verfügen über WLAN an Ihrem Aufenthaltsort. Kostenlose Hotspots in der Nähe spürt die App Wi-Fi-Finder für Sie auf.

Fazit

Ob Auslandsjahr, -praktikum, Au-pair oder Work and Travel: Wer längere Zeit im Ausland verbringen möchte, kommt um zusätzliche Kosten nicht herum. Planen Sie deshalb schon im Vorfeld sorgfältig. Und nehmen Sie sich Zeit, die im Zielland angebotenen Möglichkeiten für sich optimal zu nutzen. Dann können Sie richtg viel Geld sparen.