Führerscheinkosten: Was kostet ein Führerschein?

Der Führerschein für das Auto ist teurer als noch vor ein paar Jahren.

Führerscheinkosten: Was kostet ein Führerschein?

Der Führerschein für das Auto ist teurer als noch vor ein paar Jahren. Zwischen 1.200 und 2.200 € kostet der Führerschein mindestens im Durchschnitt. Doch wie setzen sich die Kosten für den Führerschein zusammen? Und was gibt es zu beachten? Abhängig vom Bundesland und der Fahrschule werden verschiedene Preise für die Fahrerlaubnis fällig. Einige Posten sind unvorhersehbar und werden schnell teuer. Mit Kombiangeboten sparen Sie wiederum Geld.

 

Führerscheinpreise im Überblick

Zuerst einmal kommen gesetzlich festgelegte Gebühren auf Sie zu. So stehen die Preise für Dokumente von Prüfstellen und Ämtern vorher fest. Je nachdem, welche Fahrschule Sie wählen, kommen dann unterschiedliche Kosten für Fahrstunden und Theoriestunden auf Sie zu.

Auf wie viel sich die Kosten für den Führerschein am Ende aufrechnen, ist vorher schwer zu sagen. Je nach Sicherheit des Fahrschülers im Straßenverkehr muss er mehr oder weniger Fahrstunden nehmen. So sind die Kosten für die Fahrstunden höher, wenn der Fahrschüler mehr Übung benötigt. Auch die Prüfgebühren stehen noch nicht von Anfang an fest. Eine nicht bestandene Prüfung kostet bei jedem weiteren Versuch erneut.

Benötigte Dokumente für den Führerschein

Zuerst melden Sie Ihren geplanten Führerscheinerwerb an. Hierfür gehen Sie zur zuständigen Behörde Ihres Wohnortes. In den einzelnen Bundesländern sind dies unterschiedliche Ämter: Das Einwohnermeldeamt, die Zulassungsstelle oder die Kreisbehörde. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wo Sie Ihren Antrag stellen müssen, fragen Sie Ihre Fahrschule. Einige Fahrschulen übernehmen diesen Weg auch für Sie. In jedem Fall reichen Sie folgende Dokumente ein:

  • Anmeldeformular
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Biometrische Passbilder
  • Sehtestbescheinigung vom Augenarzt oder Optiker
  • Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs (Kurs über lebensrettende Maßnahmen am Unfallort)

Fixe Kosten für den Führerschein

Diese Kosten für die Führerscheinanmeldung sind überschaubar:

  • Sehtest: 6,43 €
  • Erste-Hilfe-Kurs: ca. 20 – 50 €
  • Passbilder: ca. 10 – 20 €
  • Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis beim Straßenverkehrsamt: 33,20 €

Einige der Kosten für den Führerschein unterliegen einer Gebührenverordnung. Dazu gehören z. B. der Sehtest und die Antragsstellung. Deshalb kosten sie für jeden Fahranfänger dasselbe.

Tipp: Manchmal werden die Gebühren des Sehtests beim Augenarzt oder Optiker unerlaubt aufgerundet. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Tipp: Manchmal werden die Gebühren des Sehtests beim Augenarzt oder Optiker unerlaubt aufgerundet. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Auch die Prüfgebühren für die theoretische und praktische Prüfung sind festgelegt. Der TÜV und die DEKRA sind die einzigen Prüfstellen in Deutschland. Bei beiden Prüfstellen kostet die theoretische Prüfung 22,49 € und die praktische Prüfung 91,75 €.

Unterschiedliche Preise der Fahrschulen bei den Kosten für den Führerschein

Nach der Anmeldung bei der Führerscheinstelle gehen Sie zur Fahrschule Ihrer Wahl. Die Fahrschule macht Ihnen ein Angebot. Darin sind die Kosten für Ihren Führerschein aufgelistet. Schauen Sie sich diese Posten genau an und vergleichen Sie Preise verschiedener Fahrschulen.

Jede Fahrschule darf ihre eigenen Preise machen. Deswegen lohnt sich ein Vergleich. Aber Achtung: Nicht immer ist die günstigste Fahrschule auch die beste. Es gibt folgende Kosten:

  • Grundgebühr
  • Kosten für Fahrstunden
  • Lehrmittel (z. B. Übungshefte)
  • Gebühr für die Vorstellung zu den Prüfungen
  • Eventuell Nachschulungsgebühren bei nicht bestandener Prüfung

In der Grundgebühr sind die Kosten für den Verwaltungsaufwand enthalten. Häufig beinhaltet die Grundgebühr auch die Kosten für den Theorieunterricht. Um auch zu Hause zu lernen, bieten Fahrschulen zusätzliches Lehrmaterial in Form von Papierbögen, Lern-CDs oder Apps.

Der Theorieunterricht findet in der Fahrschule statt. Hier lernen Sie die Verkehrsregeln. Die theoretische Prüfung besteht aus einem Ankreuztest, bei dem Ihnen Fragen zum Verhalten im Straßenverkehr gestellt werden. Wenn Sie zu Hause gut üben, sind Sie bestens darauf vorbereitet.  

Die Preise für den Führerschein: 12 Sonderfahrten sind verpflichtend

Der Preis für die Fahrstunde hat den größten Einfluss auf die Gesamtkosten

Den größten Anteil an den Führerscheinkosten haben die Fahrstunden. Eine Fahrstunde kostet zwischen 24 und 55 €. Die Höhe der Kosten hängt auch von Ihrem Wohnort ab. Wenn Sie viele Fahrstunden brauchen, steigt der Gesamtpreis. Diese 12 Sonderfahrten sind Pflicht:

  • 4 Fahrstunden Autobahn
  • 5 Fahrstunden Landstraße
  • 3 Fahrstunden Nachtfahrt

Eine Fahrstunde dauert 45 Minuten. Häufig werden Doppelstunden von je 90 Minuten angeboten. Wie viele Fahrstunden Sie außerdem noch brauchen, legt Ihr Fahrlehrer fest.

Oft verlangt die Fahrschule eine Gebühr zur Vorstellung zur Prüfung. Diese fällt unterschiedlich hoch aus. Die Vorstellungsgebühr ist für die theoretische Prüfung in der Regel günstiger. So werden für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung ungefähr 75 € fällig und für die Vorstellung zur praktischen Prüfung rund 150 €. Die Kosten für die Vorstellung zur praktischen Prüfung setzen sich zusammen aus:

  • der Nutzung des Fahrschulautos zur Prüfung
  • dem Zeitaufwand des Fahrlehrers, der an der Prüfung teilnimmt

Preisvergleiche der Bundesländer und der Unterschied zwischen Land und Stadt

Die Gebühren auf den Ämtern sind für alle Fahranfänger gleich. Aber die Preise der Fahrschulen variieren stark. So bezahlen Sie in der Stadt für Ihren Führerschein häufig mehr als auf dem Land.

In den verschiedenen Bundesländern kosten die Führerscheine unterschiedlich viel. Im Schnitt ist der Führerschein für das Auto (Klasse B) in Bayern und Baden-Württemberg mit ungefähr 2.000 € am teuersten. In Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt ist der Führerschein mit durchschnittlich 1.300 € am günstigsten. Sie dürfen Ihren Führerschein aber immer nur an Ihrem Wohnort machen. Den Führerschein in einem anderen Bundesland zu machen, ist normalerweise nicht erlaubt. Dadurch können Sie also kein Geld sparen. Vergleichen Sie deshalb die Preise und die Qualität der Fahrschulen vor Ort.

Tipp: Schauen Sie sich die Bewertungen der Fahrschulen im Internet an. Fragen Sie außerdem Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen mit den Fahrschulen in der Nähe. Wenn Sie sich eine Fahrschule ausgesucht haben, machen Sie sich vor Ort ein Bild. Nehmen Sie für diesen Termin eine vertraute Person mit, um sich anschließend auszutauschen.
Tipp: Schauen Sie sich die Bewertungen der Fahrschulen im Internet an. Fragen Sie außerdem Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen mit den Fahrschulen in der Nähe. Wenn Sie sich eine Fahrschule ausgesucht haben, machen Sie sich vor Ort ein Bild. Nehmen Sie für diesen Termin eine vertraute Person mit, um sich anschließend auszutauschen.

Kosten für den Führerschein: die unterschiedlichen Führerscheinklassen

Neben dem Führerschein der Klasse B (PKW-Führerschein) gibt es noch weitere Führerscheinklassen. Eine Übersicht der Fahrerlaubnisklassen finden Sie im Ratgeber „Führerscheinklassen“. Die Kosten für die verschiedenen Führerscheinklassen sind unterschiedlich hoch.

Sie können bereits mit 17 Jahren den PKW-Führerschein machen. Ab dem 17. Geburtstag und mit bestandener Prüfung fahren Sie dann mit einer Begleitperson. Für das Begleitete Fahren mit 17 gelten ähnliche Preise wie beim normalen Führerschein der Klasse B für Fahrneulinge ab 18 Jahre. Zusätzlich Kosten fallen für die Überprüfung der Begleitpersonen und die Ausstellung der rosa Prüfbescheinigung an.

Auf zwei Rädern mobil: Die Führerscheinkosten für Mofas und Mopeds

Wenn Sie mit 16 Jahren einen Führerschein für Mofas bis 25 km/h machen, kostet das ca. 150 €. Es sind einige praktische Übungsstunden dafür nötig. Für diesen Führerschein ist jedoch keine praktische Prüfung notwendig.

Um ein Moped fahren zu dürfen, brauchen Sie den Führerschein der Klasse AM. Ein Führerschein für ein Kraftrad (bis zu 50 ccm und max. 45 km/h Höchstgeschwindigkeit) kostet ungefähr 500 bis 900 €. Für diesen Führerschein ist eine praktische Prüfung Pflicht.

Fahrspaß pur: Die Führerscheinkosten für Motorräder

Die Führerscheine der Klassen A (A, A1 und A2) werden in verschiedenen Modellen angeboten. Sie brauchen ihn z. B., um Motorräder fahren zu dürfen. Wenn Sie mit einem Mindestalter von 24 Jahren den Direkteinstieg in die Klasse A machen, sind alle A-Klassen darin enthalten. Dieser Führerschein kostet Sie ungefähr 1.300 €.

Wenn Sie mit 16 Jahren bereits den Führerschein AM oder A1 (Krafträder bis 125 ccm und nicht mehr als 11 kW) bestanden haben, verringert sich der Preis ungefähr um die Hälfte. Beim Aufstieg in höhere Führerscheinklassen sind oft eine erneute praktische Prüfung oder weitere Übungsstunden nötig. Informationen erhalten Sie bei Ihrer Fahrschule in der Umgebung.

Die Kosten für einen LKW-Führerschein

Ein LKW-Führerschein ist i. d. R. teurer als die Führerscheine der Klassen A und B und kostet ab 2.500 € aufwärts. Die Kosten sind abhängig von der angestrebten C-Klasse. Unter C-Klassen sind alle Führerscheine für Nutzfahrzeuge zusammengefasst. Je nach Zusatz wie C1 oder C1E gelten sie für unterschiedlich schwere Kraftwagen mit oder ohne Anhänger. Hinzu kommen weitere Kosten für spezielle Untersuchungen. Ein erweiterter Sehtest, eine ärztliche Eignungsprüfung sowie ein ausführlicherer Erste-Hilfe-Kurs sind nachzuweisen. Diese Bescheinigungen kosten i. d. R. mehr als bei einem PKW-Führerschein.

Die Kosten für einen LKW-Führerschein

Die Anzahl der Fahrstunden des Fahrschülers beeinflusst bei allen Führerscheinklassen den Gesamtpreis. LKW-Fahrstunden sind teurer als PKW-Fahrstunden. Je nachdem wie viele Fahrstunden Sie benötigen, steigt der endgültige Preis für Ihren Führerschein.

Der Führerschein: Ein teures Vergnügen?

Der Führerschein kostet viel Geld, für das bei jungen Fahranfängern häufig die Eltern aufkommen. Verzichten Sie niemals auf eine gute Ausbildung. Fahrschüler, die eine gute Fahrschulausbildung hatten, fühlen sich im Straßenverkehr später sicherer. Die Ausbildung muss aber nicht zur Kostenfalle werden. Eine Beispielrechnung zeigt die Preise für den PKW-Führerschein.

 

  Kosten für den Führerschein
Sehtest 6,43 €
Führerschein, Fahrerlaubnis und Antrag 38,30 €
Gebühr theoretische Prüfung TÜV / DEKRA 22,49 €
Gebühr praktische Prüfung TÜV / DEKRA 91,75 €
Erste-Hilfe-Kurs und biometrische Passbilder ca. 50 €

 

  Kosten der Fahrschule
Grundgebühr ca. 250 €
Lehrmittel ca. 100 €
Sonderfahrten à 45 min (12 Pflichtstunden) ca. 400 €
Übungsfahrstunde à 45 min (mind. 20 Stunden) ca. 700 €
Vorstellung zur theoretischen Prüfung ca. 75 €
Vorstellung zur praktischen Prüfung ca. 150 €
Ungefähre Gesamtkosten
1.883,97 €

 

Tipps, um Kosten beim Führerschein zu sparen

Die Beispielrechnung zeigt die ungefähren Kosten für den Führerschein ohne Wiederholung der Fahrprüfung. Abhängig sind die Kosten von weiteren Faktoren:

  • Bundesland
  • Wohnort Stadt oder ländlicher Raum
  • Benötigte Übungsfahrstunden

Pro Prüfung fallen jedes Mal wieder Gebühren an. Wer also seine Prüfungen beim ersten Mal besteht, zahlt diese Gebühren nur einmal. Üben Sie fleißig, um Ihre Prüfung im ersten Versuch zu bestehen und Geld zu sparen.

Auch Kombiangebote der Fahrschule lohnen sich. Wenn Sie den PKW-Führerschein mit einem Führerschein der Klasse A verbinden, sparen Sie Kosten bei Grundgebühr und Theorieunterricht.

Preise vergleichen lohnt sich immer. Manche Fahrschulen bieten ein Sorglospaket an. Hier werden Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs und Passbilder an einem Termin vor Ort gemacht. So sparen Sie Zeit und Geld.

Kosten vergleichen lohnt sich

Achten Sie zudem auf die Kostenaufstellung der Fahrschulen und lesen Sie das Kleingedruckte. Es ist besser, eine hohe Grundgebühr zu bezahlen als einen hohen Fahrstundenpreis. Fahrstunden können zur Kostenfalle werden, die Grundgebühr wird nur einmal fällig. Sie sollte nicht höher sein als das 10-fache einer Übungsstunde. Die Kosten einer Fahrstunde sind von Fahrschule zu Fahrschule unterschiedlich. Manche Schulen nehmen für eine Sonderfahrten mehr Geld als für eine normale Übungsstunde. Wenn Sie durch die praktische Prüfung gefallen sind, benötigen Sie unter Umständen Nachschulungsstunden. Es gibt Fahrschulen, die für die Nachschulungsfahrstunden mehr Geld verlangen.

Es gilt also: Lassen Sie sich vom Fahrlehrer das Auto und seine Funktionen genau erklären. Seien Sie aufmerksam im Straßenverkehr und stellen Sie viele Fragen. Üben Sie regelmäßig die Verkehrsregeln, auch als Beifahrer mit Freunden und Verwandten. Je weniger Fahrstunden Sie brauchen, umso günstiger werden die Gesamtkosten für Ihren Führerschein.

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